Im Vorfrühling, wenn die Tage merklich länger und heller werden, feierten die Kelten in vorchristlichen Zeiten, die Rückkehr der Göttin Brigit, die den Schnee schmelzen ließ und neues Leben brachte. Auch heute noch wird das Fest als Maria Lichtmess gefeiert.

Die ersten Frühlingsboten strecken nun ihre Köpfe dem Licht entgegen und zartgrüne Brennnesselspitzen sprießen hervor. Die winterliche Ruhe ist vorbei und im Garten gibt es jetzt einiges zu tun. Der Boden kann durch Umgraben und Ausmessen der Beete vorbereitet werden. In wärmeren Gegenden können bereits erste Gemüse gesät werden. In einem Frühbeet finden hingegen empfindlichere Gemüsepflänzchen einen Platz zum langsamen Reifen. Stauden können ebenfalls umgepflanzt und Obstbäume und Beerenobst ausgelichtet werden.

 


„Wer dicke Erbsen und Möhren will essen, darf St. Gertrud (17. März) nicht vergessen.“

-Alte Bauernregel-

 

Im März steigt die Sonne vom Sternzeichen Wassermann in das der Fische. Am 21. überquert sie den Himmelsäquator, lockt Himmelsschlüssel und Forsythie hervor. Nun da alles mit neuer Kraft zu grünen anfängt, beginnt das eigentliche Gärtnerjahr. Robuste Wurzelgemüse können in Freilandbeete gesät werden. Auch Doldenblütler, wie Möhren und Pastinaken, säe ich aus. Damit die Pflänzchen gut wachsen können, lockere ich fleißig den Boden zwischen den Saatreihen. In wärmeren Gegenden kann man erste Setzlinge ins Freiland bringen. Wärmeliebende Gemüse, wie Tomaten und Gurken, pflanze ich in unserem kleinen Gewächshaus.

 


 

Er ist’s

Frühling lässt sein blaues Band
wieder flattern durch die Lüfte
Süße, wohlbekannte Düfte
streifen ahnungsvoll das Land

Veilchen träumen schon,
wollen balde kommen
Horch, von fern ein feiner Harfenton!

Frühling, ja du bist’s!
Dich hab ich vernommen!

-Eduard Mörike(1804-1875)-

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