Nun beginnt für den Gärtner die wohl schönste Zeit des Jahres, die Ernte. Die Bäume tragen schwer an Obst. Fallobst wird zu Saft verarbeitet und Früchte eingekocht. Beeren und Heckenfrüchte werden gepflückt und zu leckeren Marmeladen gemacht. Ansonsten gehen die Pflegearbeiten weiter, letzte Saaten von Radieschen, Pflücksalate, Kresse und anderes schnellwüchsiges Grün kann noch ausgesät werden.

 


Nun können die purpurnen Holunderbeeren gepflückt und zu einer kräftigen Suppe gekocht werden, die den Körper auf den nahenden Winter vorbereitet. Vor dem ersten Frost werden die Lagergemüse geerntet. Vielleicht beschert uns der Altweibersommer oder auch ‚Michaeli-Sommer’ noch ein paar sonnige Tage. Die Schwalben bereiten sich langsam auf ihren langen Flug in wärmere Gefilde vor und die Arbeit im Garten wird merklich weniger. Außer den Trauben schenkt diese Jahreszeit uns schönste Farben im Herbstwald, vereinzelte Herbst Astern und Nüsse. Das Vieh verlässt die Sommerweiden und die Natur zieht sich allmählich in die Erde zurück.

 


Spätherbst

Schon mischt sich Rot in der Blätter Grün,
Reseden und Astern im Verblühn,
Die Trauben geschnitten, der Hafer gemäht,
Der Herbst ist da, das Jahr wird spät.
Und doch (ob Herbst auch) die Sonne glüht –
Weg drum mit der Schwermut aus deinem Gemüt!
Banne die Sorge, genieße, was frommt,
Eh Stille, Schnee und Winter kommt.

-Theodor Fontane (1819-1898)-

Die vielen Handgriffe im Garten weichen nun dem Entfernen der Ernterückstände und dem Vorbereiten des Bodens auf den Winter. Ich bedecke meine Beete gern mit einer Mulchschicht, um den Bodenlebewesen Nahrung für den Winter bereit zu stellen. Außerdem säubere ich die Gartengeräte und schütze Erdbeeren oder Rosen mit einer Abdeckung vor der einbrechenden Kälte. Auch wenn ich hier und da noch ein frostresistentes Gemüse ernte, verlagert sich die Arbeit vom Garten in das Haus.

 

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